Die „haarige“ Zeit bricht an!

Tipps wie ihr euren Hund beim Fellwechsel unterstützen könnt!

Jetzt zum Jahreszeitenwechsel verlieren viele Hunde jede Menge Fell und verteilen dieses überall in der Wohnung. Das ist nicht nur für euch als Hundehalter anstrengend, sondern auch für euren geliebten Vierbeiner! Wir geben euch in diesem speziellen Jahreszeiten-Blog generelle Informationen zum Fellwechsel sowie hilfreiche Tipps, wie ihr diese herausfordernde Zeit gemeinsam gut meistern könnt.

Warum und wann haben Hunde überhaupt einen Fellwechsel und wie lange dauert dieser in der Regel?

Hunde wechseln das Fell im Frühling und im Herbst, um sich an die jeweiligen Temperaturen besser anpassen zu können. Angetrieben wird der Fellwechsel dabei von den jahreszeitlichen Veränderungen des Lichts und der Temperatur. Im Sommer braucht der Hund nicht so ein dichtes Fell wie im Winter, das ist sicher allen klar! Jedes einzelne Haar eines Hundes folgt einem vorgegebenen Lebenszyklus. Der gesamte Haarwechsel, Ausfall und Nachwuchs, kann zwischen sechs und sieben Wochen dauern.

Grundsätzlich wechseln daher unsere Hunde zweimal im Jahr ihr Fell und verlieren dann besonders viele Haare. Deswegen sind die „haarigsten“ Monate April und Mai sowie September und Oktober (teilweise dauert der Fellwechsel im Herbst sogar bis Mitte November).

Entgegen des Irrglaubens, dass das Fell des Hundes im Herbst einfach nur dichter wird, findet hier ebenso ein richtiger Fellwechsel statt. Hunde werfen ihr luftig-leichtes Sommerfell ab, damit ihnen ein dickes Winterfell wachsen kann. Allerdings haaren sie im Herbst deutlich weniger als im Frühling. Das Unterfell wird dichter und das leichte Deckhaar weniger.

Das Alter des Hundes spielt auch eine Rolle, denn ältere Hunde haaren häufig mehr als jüngere. Auch ob der Hund kastriert oder unkastriert ist, wirkt sich auf das Fell des Hundes aus. Hündinnen verlieren besonders vor der Läufigkeit häufig vermehrt ihr Fell. Aber auch auf Stresssituationen können Hunde mit höherem Haarausfall reagieren.

Inwiefern spielt die Hunderasse beim Fellwechsel eine Rolle?

Hunde gibt es in vielen verschiedenen Rassen und sohin auch in vielen verschiedenen Haartypen. Ein langhaariger Hund wie zB ein Shetland Sheepdog haben einen ganz anderen Fellwechsel wie kurzhaarige Rassen wie zB ein Dalmatiner. Nordische Rassen haben sich in ihrem Ursprung dem kühleren Klimaverhältnissen anpassen müssen und besitzen daher mehr Unterwolle als zB ein Chihuahua, der aus dem warmen Mexiko stammt. Kurzhaarige und spärlich behaarte Hunde wie zB der Chinesische Schopfhund verlieren zwar weniger Haare, aber frieren im Winter schneller und können sich im Sommer sogar einen Sonnenbrand holen. Hunde mit drahtigen oder sehr langen Haaren verlieren nur wenig oder gar kein Fell. Dafür ist ein regelmäßiger Friseurbesuch bei derartigen Rassen notwendig, da die Haarpracht sonst überhandnimmt. Folgende Hunderassen kommen ohne Fellwechsel aus: Pudel, Nackthunde, Havaneser, Bolonka Zwetna, Malteser sowie vereinzelte Terrierarten (Yorkshire Terrier, Airedale Terrier, Irish Terrier).

Hier merkt ihr schon, dass die Fellthematik je nach Hunderasse schon sehr unterschiedlich sein kann!

Schönheit kommt von Innen! Das gilt auch für unsere lieben Hunde. Denn nur wer gesund ist, sich richtig ernährt und genügend Zeit an der frischen Luft verbringt, hat auch ein entsprechend gesundes, schönes Fell. Generell gilt hier also: Fellprobleme können ein Warnzeichen für Gesundheitsprobleme oder Mangelerscheinungen sein und man sollte sie zusätzlich zu einer ausgebauten Pflegeroutine auch unbedingt beim Tierarzt abklären lassen.

Wie könnt ihr aber euren Hund in der Zeit des Fellwechsels bestmöglich unterstützten?
Hierzu haben wir euch einige hilfreiche Informationen zusammengefasst:

Tipps wie ihr euren Hund beim Fellwechsel unterstützt!


1. Tägliches Bürsten ist wichtig!

2. Eiweißreiche Ernährung und Nahrungsergänzungen helfen (zB Vitamin-B, Zink, Bierhefe, Biotin).

3. Omega-6/Omega-3-Fettsäuren dem Futter beigeben (zB Distel-, Hanf-, Lachs- oder Leinöl)

4. Luftfeuchtigkeit lindert den Juckreiz (Lüften, Luft befeuchten)

5. Professionelle Unterstützung durch einen Besuch beim Hundefriseur


Tägliches Bürsten ist wichtig!

Grundsätzlich gilt: Das alte Fell muss weg, damit das Neue nachkommt. Regelmäßiges Bürsten und Auskämmen entfernt das abgestorbene Fell und die dicke Unterwolle, fördert die Durchblutung der Haut und regt die Talgdrüsen an, die schützendes Fett produzieren. Ein Hund sollte regelmäßig gebürstet werden, damit sein Fell nicht verfilzt und in einem guten Zustand ist. Denn Verfilzungen halten die Luft von der Haut ab und können durchaus schwerwiegende Folgen für deinen Hund haben. Es können Hautinfektionen, Ekzeme oder sogar Pilzinfektionen entstehen. Auch Parasiten wie Flöhe, Zecken und Milben fühlen sich in Verfilzungen besonders wohl. Besonders im Frühjahr und im Herbst, wenn für viele Hunde der Fellwechsel ansteht, solltest du alte, abgestorbene Haare regelmäßig entfernen, damit die Haut des Hundes frei atmen kann.

Es ist außerdem wichtig, dass du deinen Hund möglichst frühzeitig an die Fellpflege gewöhnst. Welpen haben noch ein ganz weiches und kuscheliges Fell, doch leider bleibt das nicht für immer so. Es ist ratsam, schon den Welpen langsam an das regelmäßige Kämmen und Bürsten zu gewöhnen. So lernt der Welpe, dass Fellpflege gar nichts Schlimmes ist. Super eignen sich hierzu Schleckmatten, wo der Jungspund schlecken kann, während ihr ihn mit einer weichen Babybürste oder einen breiten Kamm vorsichtig bürstet. Nicht nur, dass der Welpe die Fellpflege mit etwas ganz tollen (schmackhafte Leckerein) verknüpft – Schlecken wirkt auf Hunde beruhigend und lässt ihn während des Bürstens besser entspannen.

Bei erwachsenen Hunden kommt es bei der Fellpflege auch auf die richtige Bürste an! Lass dich am besten von einem Züchter deiner Rasse, einem Hundefriseur oder Pflegesalon beraten, damit du das Passende für deinen Liebling findest.

Hochwertige Ernährung und ausgewählte Nahrungsergänzungen helfen beim Fellwechsel

Hunde können beim Fellwechsel sehr gut mit nahrhaftem Hundefutter unterstützt werden. Darüber hinaus können bestimmte Ergänzungsfuttermittel dazu beitragen, dass das neue Fell gesund, kräftig und glänzend nachwächst und der Organismus des Vierbeiners weniger Kräfte aufwenden muss.

Das Vitamin H, auch Biotin genannt, wirkt sich positiv auf die Qualität von Haare, Haut und Krallen deines Hundes aus. Während es vor allem den Stoffwechsel in Schwung hält und damit den Fellwechsel beschleunigt, können Biotin und Zink eine gesunde Haut beim Fellwechsel unterstützen.

Die vital- und mineralstoffreiche Bierhefe unterstützt den Körper während des Fellwechsels mit wichtigen Vitalstoffen und sorgt für ein glänzendes und kräftiges Haarkleid. Auch für Hunde, die sich während des Fellwechsels appetitlos zeigen, kann die appetitanregende Bierhefe unterstützend wirken.

Zink unterstützt die Zellteilung und ist an einer Reihe wichtiger Stoffwechselvorgänge beteiligt. Deswegen ist eine gleichbleibend optimale Versorgung mit Zink für die Gesundheit Deines Vierbeiners besonders wichtig, auch weil dieser Nährstoff nicht vom Körper gespeichert werden kann. Ein anhaltender Mangel an Zink bleibt leider oft unerkannt, denn er äußert sich mit verschiedensten Symptomen (z.B. Verdauungsstörungen, Durchfall, Hautproblemen) die fälschlicherweise mit anderen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden.

Eine Biotin- und Zinkgabe solltest du vorher mit deinem Tierarzt oder Tierheilpraktiker besprechen. Auch ein Ernährungsberater für Hunde kann dir helfen, herauszufinden inwieweit dein jetziges Hundefutter ausreichend ist und was du ergänzend zufüttern kannst.

Omega-6/Omega-3-Fettsäuren dem Futter beigeben

Du kansnt den Fellwechsel beim Hund auch durch hochwertige Öle unterstützen, sodass das neue Haarkleid kräftiger nachwachsen kann. Natürliche Nahrungsergänzungsmittel (z. B. ein Esslöffel Leinöl pro Tag) können somit zu einem gesunden und glänzenden Fell beitragen. Beim Fellwechsel hat dein Hund einen höheren Bedarf an essentiellen Fettsäuren. Durch einen Mangel können Juckreiz und Schuppenbildung entstehen. Essentielle Fettsäuren können vom Körper nicht selbst produziert werden und müssen daher durch die Nahrung aufgenommen werden. Vor allem Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren sind besonders wichtig.

Lachsöl: Neben einem glänzenden Fell fördert Lachsöl den Stoffwechsel, beugt Haarausfall vor, senkt den Cholesterinspiegel und ist wertvoll für einen starken Knochenaufbau.

Leinöl: Kaltgepresstes Leinöl ist für seine entzündungshemmende Wirkung und die Stärkung des Immunsystems bekannt. Daneben sorgt es für einen gesunden und natürlichen Fellglanz.

Hanföl: Das pflanzliche Hanföl enthält wertvolle Vitalstoffe und hilft bei Hautproblemen, wie einem glanzlosen Haarkleid, Schuppen, trockener Haut oder Juckreiz.

Distelöl: Unterstützt Haut und Fell vom Hund von innen sowie auch von außen. Innerlich ist die Linolsäure dafür verantwortlich, dass Stoffwechselvorgänge angetrieben werden. Die Zellatmung aktiviert sich stärker. Zellen, wie die der Haut, können sich so besser erneuern. Ebenso wirkt die zellerneuernde Eigenschaft von außen. Dadurch können davon sowohl Fell wie auch Haut profitieren.

Alle diese Öle zeichnen sich durch einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und einem optimalen Verhältnis an Omega-3- zu Omega-6- Fettsäuren aus. Starte die Dosierung jedoch in kleinen Schritten. Denn zu viel Öl, vor allem wenn dein Hund es nicht kennt, kann durchaus zu Durchfällen führen. Achte auch bei den Ölen auf gute Qualität.

Ausreichend Luftfeuchtigkeit lindert den Juckreiz

Vor allem im Winter sind die Räume trocken und das wiederum begünstigt den Juckreiz. Stelle einfach eine Schale Wasser auf den Heizkörper oder die Heizung. Dein Hund wird es dir danken! Auch durch regelmäßiges Lüften der Räume wird das Raumklima in der Heizsaison deutlich verbessert. Ist trockene Heizungsluft ein möglicher Grund für trockene und schuppige Haut, die wiederum lästigen Juckreiz hervorruft, kann ein Luftbefeuchter am Heizkörper bereits Abhilfe schaffen.

Professionelle Unterstützung durch einen Besuch beim Hundefriseur

Ein Besuch im Hundesalon dient keineswegs nur dem bloßen Fellstyling. Hundefriseure kümmern sich um das Wohlbefinden Deines Vierbeiners vom Ohr bis zur Pfote. Es ist wie bei uns Menschen: Haare waschen, pflegen und stylen machen wir täglich selber und bekommen das ganz gut hin, während wir den Haarschnitt wohlwissend lieber unserem Friseur überlassen. Gönne auch Deinem Vierbeiner 2x jährlich eine solche Wellnessbehandlung. Denn eine rundum optimale Fellpflege inkl. professionellen Fellschnitt bekommt Dein Vierbeiner garantiert im Hundesalon.

Wie wird man am besten lästige Haare auf seiner Kleidung los?

Lege die behaarten und trocknergeeigneten Kleidungsstücke für 5 Minuten in den Wäschetrockner. Die Bewegung in der Trommel und der Luftstrom sorgen dafür, dass die Haare im Flusensieb landen.

Verwende Anti-Haar-Kugeln oder Fusselbälle für die Waschmaschine. Diese nehmen die Tierhaare auf.

Klassisch kannst du die Haare auch mit einer Fusselrolle entfernen.

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